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Zoltan Labancz
Der Gründer dieses Zentrums, der Anthroposoph Zoltan Labancz hat schon als junger Lehrer in Valerie, einem Ort, den man durchquert, um nach Plopi zu gelangen, gearbeitet. Sofort nach der Wende 1989 gründete er mit zwei weiteren Menschen die Ars pädagogica, eine Stiftung, um die Waldorfpädagogik in Rumänien bekannt zu machen und zu fördern. Er besuchte das Waldorflehrer–Seminar in Stuttgart, und förderte durch pädagogische Kurse und seine menschlichen und organistaorischen Fähigkeiten den Aufbau der Waldorfschule in Cluj, wo er später als Lehrer für Kunst und Geschichte tätig war. Er konnte mit seinem breiten Wissen den jungen Menschen einen lebendigen Eindruck in die Anthroposophie und die damit verbundene Pädagogik geben. So wurde durch ihn die Anthroposophie in Rumänien öffentlich gemacht.
Mit dem Beginn des berufsbegleitenden Waldorflehrerseminars reiste er regelmäßig nach Deutschland, um Fachkräfte zu finden, die die Initiative unterstützten und Schule und Seminar tatkäftig mit betreuten.
Er suchte und pflegte Kontakte zu kompetenten und bekannten Persönlichkeiten in der Anthroposophie, die ihn in seiner Arbeit und seinen Ideen unterstützen konnten.
Ein Vorstellung von ihm war, ein soziales Zentrum zu entwickeln, um dort pädagogisch – künstlerisch zu arbeiten, mit dem Wunsch, eine Art Kinderdorf aufzubauen, um einigen der vielen Waisenkinder ein neues Zuhause geben zu können, in dem sie nach anthroposophischen Erkenntnissen aufwachsen und schulisch betreut werden können.
Anfänge des Casa sapte munte Also kaufte er über die Stiftung zu seinem privaten Grundstück in Plopi weiteres Land dazu, und begann mit eigener Kraft, und mit Unterstützung von Studenten aus Deutschland und anderen Interessierten an- und umzubauen. Doch neben der Kräftefrage schien das Projekt aber auch immer wieder an der Geldfrage zu scheitern. Durch den engen Kontakt, der zu einer Schulinitiative in Bremen schon seit 1991 bestand,und den Zoltan Labancz sehr verlässlich pflegte, entwickelte sich der Kontakt zu einem Bremer Rotary – Club, der für das Jahr 2004 ein Sozialprojekt unterstützen wollte. Die Idee des Kinderdorfes erschien passend, sprengte aber ganz einfach den finanziellen Rahmen, und es entwickelte sich das Konzept, eine Art Schullandheim für Waisenkinder zu bauen, um es ihnen zu ermöglichen, einen Teil ihrer Ferien fernab der Stadt in einer natürlichen Umgebung zu verbringen. Die Gelder für diesen Bau kamen zusammen durch ein von dem gesamten Rotary-Club Bremen-Neuenlande getragenes Projekt . Rotarier mit ihren Frauen und Kindern probten mit Hilfe. eines professionellen Schauspielers und Regisseurs innerhalb von fünf Monaten ein Theaterstück, „ Maskarpaten „ das zweimal vor ausverkauftem Haus aufgeführt wurde. Zu diesen Einnahmen kamen noch Spenden verschiedener Bremer Firmen und so konnte im Frühjahr 2004 der Bau beginnen. Nun lag die Herausforderung bei Zoltan Labancz, der die Pläne für das Haus gezeichnet hatte und neben der Bauleitung aktiv an vielen Stellen mitgearbeitet hat, mit großer Unterstützung seiner Frau Emilia und seines Sohnes Leo. Allein schon das gesamte Baumaterial an diesen Platz zu schaffen gastaltete sich sehr schwierig, denn es gab vom Dorf nur einen Schotterweg hinauf, den aber große Lastwagen gar nicht fahren konnten. So musste jedes Stück mehrfach umgeladen und zigfach in die Hand genommen werden. Trotzdem ging der Bau zügig voran und vor dem Wintereinbruch im Herbst war das meiste geschafft. Nun war neben dem alten Bauernhaus und einem rumänischen Holzhaus aus der Maramures ein massives Steinhaus entstanden und im Sommer 2005 konnten die ersten Waisenkinder Ferien machen. Die ersten Besuche der Waisenkinder hat Zoltan Labancz mit seinem künstlerischen Tun und seinem pädagogischen Wissen in einer solchen Form begleitet, unterstützt von seiner Frau Emilia, die den Kindern die natürliche Wärme und Aufmerksamkeit geben konnte, die sie bisher vermisst hatten, dass die Erzieher verwundert waren über das positive Verhalten der Kinder. Es entstand der Wunsch hier etwas zu lernen und so gab es in den letzten Jahren Seminare mit namhaften Pädagogen und Professoren aus Deutschland. Für Zoltan Labancz war dieses Projekt zu seiner Lebensaufgabe geworden. Jedes freie Wochenende verbrachte er in Plopi, Arbeit gab es an jeder Ecke, und er fand große Unterstützung von seiner Frau. Am 8. Juni 2007 ist er nach einem schaffensreichen Tag beim Mauern eines Steinwalls mitten aus seiner Arbeit gerissen und einen plötzlichen Herztod gestorben. Nun möchten seine Frau und seine vier Kinder sein Lebenswerk fortführen und betreuen dieses Haus. Aus der Erfahrung, das neben dem Besuch der Waisenkinder, die für ihren Aufenthalt keine Kosten aufbringen können, verschiedene Seminare oder der Aufenthalt von Schulklassen aus Deutschland für bestimmte Projekte diese benötigten Gelder zur Verfügung stellen, sind sie sehr darum bemüht, das Haus aufrecht zu erhalten. |
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